Günter Haase – gebürtiger Sachse und Fast-Weißenseer

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Eine rosarote Katze,
Eine himmelblaue Maus,
Treffen sich am Antonplatze
Und erkennen sich durchaus.

Und die Maus will sich verstecken,
Und dann sagt sie: Keine Not,
Nie sah ich das Maul sich lecken
Eine Katze rosenrot.

Und die Katze nahet leise,
Bleckt den Zahn und steilt den Bart,
Bis sie ihrer Mittagsspeise
Sonderbares Fell gewahrt.

Und sie läßt die Maus am Leben
Wiederum aufgrund des Blaus,
Und sie spricht: Das kann´s nicht geben,
Eine himmelblaue Maus.

Und sie wandeln von dem Platze
Ohne Zwischenfall nach Haus,
Rechts, nach Weißensee, die Katze,
Links, nach Lichtenberg, die Maus.

Neben der Berliner Allee, Gesch�fts- und Verbindungsstra�e f�r Wei�ensee, ist der Bauboom des beginnenden 20. Jahrhunderts Noch fassbar. Das Schloss von 1859 am S�dufer des Wei�en Sees ist 1919 abgebrann. Die Schnapsbrennerei von Leberecht Pistorius ist wegger�umt. Ab 1820 hat er Kartoffeln f�r seinen Destillationsapparat angebaut, f�r den Kartoffelschnaps in Preu�en. Am Ostufer des Wei�en Sees lag im fr�hen 14. Jahrhundert „Wittenzee“, laut Urkunde von 1313. Im 19. Jahrhundert wuchs die Gemeinde mit Vorstadth�usern, mit Mietskasernen, mit imposanten Verwaltungs-, Schul- und Fabrikgeb�uden.

Vom Antonplatz zur Malchower Chaussee: drei Kilometer Berliner Allee – Ausfallstra�e in Richtung Nordosten. Der s�dliche Abschnitt zwischen Lehderstra�e und Lindenallee, das Einkaufszentrum Wei�ensee mit 100 Einzelhandelsgesch�ften. Zu DDR-Zeit auch stark besucht von B�rgern aus Neu-Hohensch�nhausen, beklagen die H�ndler r�ckl�ufige Kundenstr�me. 60.000 Menschen, die t�glich mit der Tram – seit Neuesten sogar zwei METRO-Trams durch die Allee fahren sollen wieder zum Aussteigen und Einkaufen angeregt werden.

Neugestaltung des Antonplatzes zu der der damalige Stadtentwicklungssenator Strieder 1,6 Millionen DM beisteuerte: Verein City-Wei�ensee, ein Wochenmarkt auf dem Antonplatz lassen den Vorort-Charakter von Wei�ensee deutlicher werden.

Ende des 19. Jahrhunderts an der Berliner Allee entstanden, ist es zusammen mit dem Altbauquartier zwischen Lehderstra�e, Charlottenburger Stra�e, Park- und Pistoriusstra�e seit 1994 Sanierungsgebiet.
Rund 4.000 Wohnungen, knapp 500 Grundst�cken und einer Fl�che von 53 ha, mit seinen alten B�rger- und Handwerkerh�usern, seinen Remisen und ehemaligen Fabrikgeb�uden; dazu 400 Neubauwohnungen, allerdings ohne Festlegung von Mietobergrenzen. Ma� der Sozialvertr�glichkeit nach Abschlu� von Modernisierungsma�nahmen Einstiegsmieten gilt der jeweils aktuellen Mietspiegel.

Sehenswert: sanierte Handwerkerh�user in der Max-Steinke-Stra�e, die 1875 als Wohnhaus erbaute Flora-Apotheke, der alte Busbahnhof Puccinistra�e, das ehemalige Fabrikgeb�ude der Ph�nix-Werke in der Bizetstra�e. Der neubau am Antonplatz (Bizetstra�e). Die beabsichtigte passage im Hinterland der berliner Allee zur ehemaligen Fischkonservenfabrik.

1996: F�r Wei�enseer Spitze und Wei�ensee-S�d, samt Komponistenviertel erhielten Erhaltungsverordnungen, so dass das Bezirksamt (jetzt BA Pankow!) einen Genehmigungsvorbehalt f�r die �nderung und Errichtung baulicher Anlagen hat, mit dem Ziel der Bewahrung des historischen Ortsbilds. Seit 1998 auch f�r die Wei�enseer Stadtrandsiedlungen Malchow und Karow(Am Kappgraben) GEHAG-Doppelh�usern aus 1930.

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Naja Berge in Berlin sind wesentlich unterschieden von denen in Mittelgebirgen, oder gar dem Verst�ndnis von Bayern, Tiroler oder Liechtensteinern. Vom Berge-Verst�ndnis der Schweizer, die ringsum Alpen haben ganz abgesehen.

Diese Aussage unterstellt, das Hacks Maus und Katze aus Richtung Bizetstra�e kommen l��t. Unabh�ngig davon das zwar auch diese bereits Wei�enseer Flur ist: nur so kann sich die Katze rechts nach Wei�ensee gehen — denn es nur das Einkaufsgebiet der Klement-Gottwald-Allee gemeint sein(!).
Als Hacks sein Gedicht schrieb hatte die vormalige und nachmalige Berliner Allee ihren Namen nach dem ersten Pr�sidenten der CSR nach 1948.
Im �brigen muss die Katze somit ihren Weg durch die Starkower Stra�e nehmen, obzwar die Verbindung durch die Indira-Gandhi-Stra�e (vormals Lichtenberger Stra�e bis Wilhelmsberge und in der Verl�ngerung auf Lichtenberger Flur, dann Wei�enseer Weg genannt) die besser erschlossene Verbindung gewesen w�re.

Es bleibt aber zu sagen, dass ein gemeinsamer Gang durch das etwa 1000 Meter lange Einkaufs- und Gesch�ftszentrum entlang der Berliner Allee zu einem gef�hrlichen Gang f�r die Maus h�tte werden k�nnen.

Das es keine Alternative f�r den Weg vom Antonplatz nach Lichtenberg gibt ist darin begr�ndet, dass seit dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts der dritte Friedhof von der J�dischen Gemeinde Berlin angelegt wurde. Er ist heute der gr��te noch erhaltene j�dische Friedhof Europas.
J�dische Friedh�fe sind nicht f�r eine bestimmte Dauer, sondern f�r die Ruhe bis zur Auferstehung am Tage des J�ngsten Gerichtest angelegt, die Unverletzbarkeit des Grabes — eine Besonderheit j�discher Friedh�fe.
In der Gro�en Hamburger Stra�e wurde der erste Friedhof der J�dischen Gemeinde Berlin 1672 angelegt. Wegen der Unverletzbarkeit j�discher Gr�ber wurde 1827 der zweite J�dische Friedhof in der Sch�nhauser Allee angelegt, der nach kaum f�nfzig Jahren vollbelegt war. Das 40 Hektar gro�e Gel�ndes in Wei�ensee, das damals noch ein Vorort war, der durch Kilometer unbebauten Gel�ndes von der eigentlichen Stadt getrennt war, wurde 1876 mit Wettbewerb zur Gestaltung des neuen Friedhofs in der heutigen Herbert-Baum-Stra�e ausgeschrieben. Die Wettbewerbsentw�rfe sollten einen Lageplan, ein Leichenhaus, eine Kapelle, ein Diensthaus und eine massive Mauer mit Einfahrtstor und Portierswohnung enthalten bei Einhaltung der Kosten von 150.000 Reichs-Mark. Die Baukosten �berschritten jedoch den geplanten Kostenaufwand: 230.000 Mark.

9. September 1880: Einweihung des neuen Friedhofs mit 200 geladenen G�sten — Vertreter aus Politik und �ffentlichem Leben der Stadt Berlin sowie der Landrat des Kreises Niederbarnim, zu dem die gemeinde Wei�ensee geh�rte.

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Irrtümer
von Peter Hacks

Antonplatz – Tor nach Wei�ensee

Lichtenberg – lichter=heller Berg

Wei�ensee – Wei�er See
Berliner Allee
Komponistenviertel
Erhaltungsgebiete in Wei�ensee
Berge
Links nach Lichtenberg
Gemeinsamer Weg durch Wei�ensse
J�discher Friedhof Wei�ensee

UND so geht es rund um und auf dem Antonplatz zu.