Schadstoffe in unserer Umwelt (Erkenntnisse von Günter Haase)

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Anmerkung 1)

Gerüche treten ihrer Art nach über den Belastungspfad Luft an uns heran und können unterschiedlicher Art sein.

Geruch muss nicht gesundheitsgefährdend sein. Die Geruchsschwelle ist jene Stoffmenge/ besser Konzentration bei der ein Stoff gerade wahrgenommen wird und kann von Mensch zu Mensch sehr verschieden sein.

Mit der Nase nehmen wir einige Substanzen bereits in sehr geringer Menge war und die Empfindlichkeit kann durch Lebensgeschichte und psychologische Faktoren sehr unterschiedlich sein.

Auch wenn giftige Stoffe (Schwefelwasserstoff -H2S- nach faulen Eiern) tw. recht gut wahrgenommen werden, so wird unsere Gesundheit mit Stoffen konfrontiert, für die es in der Evolution des Menschen erst seit 100 Jahren die Notwendigkeit der Wahrnehmung gibt.

PER, Formaldehyd stinken, aber PCP oder PAK werden kaum wahrgenommen. Wichtig für den Anteil der Substanz in Luft ist auch ihr Dampfdruck. Nach diesem Kriterium werden die Summenparameter VOC (flüchtige Kohlenwasserstoffe) und SVOC (schwerflüchtige Kohlenwasserstoffe) charakterisiert, deren Schadstoffwirkung in Innenraumluft, seit letzter Zeit in die Betrachtung gekommen sind.

Rauchen von Tabakerzeugnissen belegt – wie unterschiedlich Belästigung und Gefährdung eingeschätzt werden.

Die Innenraumluft und die AgBB

LGA-Datenbank von Bauprodukten

LGA-Datenbank nach Produkt

Phthalate wie der Weichmacher Diethylhexylphthalat (DEHP) gehören zu den wichtigsten Industriechemikalien und werden in sehr großen Mengen erzeugt. Von den jährlich weltweit produzierten 2 Millionen Tonnen DEHP werden 90 Prozent als Weichmacher für PVC eingesetzt. Phthalate kommen aber auch in vielen anderen Bereichen zum Einsatz, etwa bei der Herstellung von Körperpflegemitteln und Textilien, und sind somit in der Umwelt allgegenwärtig. Der Mensch nimmt die Phthalate vorwiegend mit der Nahrung und der Atemluft auf. Auf diesem Weg gelangen sie in den Organismus, wo sie auf den Hormonhaushalt wirken.

Führende Wissenschaftler und internationale Expertenkommissionen bringen die Phthalataufnahme der Bevölkerung in Verbindung mit dem seit Jahrzehnten beobachteten Rückgang der Spermienzahlen und damit der männlichen Fruchtbarkeit. Auch die Zunahme von Hodenkrebsfällen und Missbildungen der männlichen Geschlechtsorgane wird im Zusammenhang mit der Phthalatbelastung diskutiert. Die Erlanger Forscher haben nachweisen können, dass der Mensch Phthalate in weitaus größeren Mengen aufnimmt, als dies bisher angenommen wurde. Die Ergebnisse überschreiten in einigen Fällen sogar den TDI-Wert (tolerable daily intake), also die Dosis, die ein Mensch über das ganze Leben hinweg täglich aufnehmen kann, ohne dass schädliche Wirkungen auftreten.

chemie.de news 02.04.2004
Umweltbelastungen durch Industriebetriebe werden transparenter: Ab heute sind die Einträge von Schadstoffen in die Umwelt von 1.800 deutschen Industriebetrieben im Internet verfügbar. Bundesweit kann damit der Ausstoß der wichtigsten Schadstoffe großer Betriebe in die Luft und das Wasser gezielt abgefragt werden. Die Daten wurden von den Betreibern erhoben und von den zuständigen Behörden der Bundesländer auf Plausibilität geprüft. Deutschland zählte im Mai 2003 zu den 36 Unterzeichnerstaaten, die eigene nationale öffentliche Emissionsregister aufbauen und betreiben wollen. Das Umweltbundesamt (UBA) hat jetzt als ersten Entwurf zu einem nationalen Schadstofffreisetzungs- und Transferregister (PRTR) die deutschen Daten des europäischen Schadstoffregisters ins Netz gestellt.

Nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ können fabrikneue
Computermonitore Krebs erregende Stoffe ausdünsten.

PM10 beschreibt die Staubteilchen in der Luft die 10µm und kleiner sind (particular matter 10µm).
Grobe Staubteilchen werden in den oberen Atemwegen zurückgehalten. Der Feinstaubanteile gelangt beim Einatmen bis in
die Lunge und die Partikel oder deren Bestandteile werden dabei auch ins Blut übergeben und gelangen so in den ganzen Körper und auch an jene Stellen wo sie Schaden verursachen.
Todes- und Krankheitsfolgen: Bronchitis, Asthma, Lungenkrebs und auch Herzinfarkt. In Großbritannien werden 24.000 Tote auf diesen Feinstaub zurückgeführt, in Deutschland gibt es solche Erhebung nicht.

Schadenbringend sind: Nitrate, Sulfate, Ammoniak, Eisen, Blei, Kohlenwasserstoffe: getragen vom Feinstaub.

Herkunft: Industrieabgase (Grobteilchen werden ausgefilter!), Auspuff: Dieselruss, Reifenabrieb, Bremsabrieb, Straßenbelagsabrieb. Windstärke und Windrichtung bestimmen den aktuellen Wert von PM10 und eine stabile Hochdrucklage begünstigt das Ansammeln des Staubs.

Berlin: 2003 (trockenes Jahr!) entlang der Stadtautobahn BAB 100 an 119 Tagen Grenzwertüberschreitung: meist 47µg/m³.

Viel kommt importiert nach Berlin: aus Industrieanlagen in Polen und Tschechien, aus aufgewirbeltem Bodenstaub im Umland, Aerosole aus dem Kfz-Verkehr. Aus der Zusammensetzung ergibt sich ein fingerprint auf die Quelle,
aber das ist eine Datenbank mit freiwilligen Angaben der Industrie (und gemeldet wird nur was „meldbar“ ist).

EU-Grenzwert ab 01.01.2005: PM10 <= 50µg/m³. Gegenmittel: London: Fahrverbot und Gebühren für den Innenstadtverkehr. Berlin: bereits ¼ der BSR-Fahrzeuge hat dieselrußfilter.

90% der Zeit lebt der »homo recent« in Innenräumen

weiterführende Links im Web

Verbesserte Lebensqualität durch »allerlei« Konsumgüter

erschwingliche Lebensqualität enthält »UNTERSCHIEDLICHE Stoffe«

Emissionsquellen in Innenräumen

Industrieschadstoffe

Studie: Neue Computermonitore geben zu viel Giftstoffe ab

Gesundheitsrisiko Phthalate

PM10 – Grenzwert für Staubpartikel

die Umsetzung der Chemiekaliengesetzgebung verspricht eine Lösung des Problems ab 2020
Europäisches Schadstoffregister EPER
Ein Thema das durch den Dieselfilter akut wurde
  • Lösemittel, Lacke und Farben
  • Klebstoffe und Fußbodenbeläge und Teppiche
  • Tapeten
  • Putze und Spachtelmassen
    Fugendichtmassen
  • Baustoffe (auch für Radon)
  • Haushaltschemikalien: Reinigungsmittel
  • Kosmetika und Sprays
  • Schädlingsbekämpfungsmittel, Desinfektionsmittel
  • Holzwerkstoffe, Möbel
    Faserdämmstoffe, Schäume
  • Gardinen und Textilien
  • Menschen und Tiere
  • Rauchen
  • Faserschreiber
  • Druckerzeugnisse
  • Elektrische und elektronische Geräte (hier auch das Reizthema: e-smog
  • Heizen – Kochen – Backen
  • Treibhausgase nach Kyoto-Protokoll
  • sonstige Luftbelastungen
  • Erfassung der Wasserbelastung
    1. Summe Stickstoff für Wasser
    2. Summe Phosphor für Wasser
  • Methan CH4
  • Kohlenmonoxid CO
  • Kohlendioxid CO2
  • teil-fluorierte Kohlenwasserstoffe HFC
  • perfluorierte Kohlenwasserstoffe PFC
  • Lachgas – Stickstoffdioxid N2O
  • Schwefelhexafluorid SF6
  • Ammoniak NH3
  • nichtmethanhaltige flüchtige Kohlenwasserstoffe NM-VOC
  • Stickoxid NOx als NO2
  • Schwefeloxid SOx
  • 1,2-Dichlorethan DCE
  • Dichlormethan DCM
  • Hexachlorbenzol HCB
  • Hexachlorcyclohexan HCH
  • Chloralkane C10 – C13
  • Hexachlorbutadien HCBD
  • Halogenhaltige organische Verbindungen als AOX
  • Dioxane und Furane PCDD, PCDF
  • Pentachlorphenol PCP
  • Tetrachlorethen PER
  • Tetrachlormehtan TCM
  • Tetrachlorbenzol TCB
  • 1,1,1-Trichlorethan TCE
  • Trichlorethen TRI
  • Trichlormethan
  • Benzol+Toluol+Ethylbenzol+Xylole als BTEX
  • bromierte Diphenylether
  • Phenole als Gesamt-C
  • organische Zinnverbindungen Gesamt-Sn
  • organischer Kohlenstoff TOC als Gesamt-C
  • Benzol
  • polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe PAK
  • Chloride als Gesamt-Cl
  • Cyanide als Gesamt-CN
  • Fluoride als Gesamt-F
  • Chlor und anorganische Chlorverbindungen als HCl
  • Fluor und anorganische Fluorverbindungen als HF
  • Blausäure (Cyanide) HCN
  • PM10 Staubpartikel: Feinstaub mit 10µm Partikelgröße ist lungengängig und gelangt über die Atemwege ins Blut.
  1. Umweltprobleme
  2. Schwermetalle (relevant für Luft und Wasser)
  3. Chlorhaltige Organische Verbindungen
  4. sonstige organische Verbindungen
  5. sonstige Verbindungen
  1. Arsen und Verbindungen
  2. Cadmium und Verbindungen
  3. Chrom und Verbindungen
  4. Kupfer und Verbindungen
  5. Quecksilber und Verbindungen
  6. Nickel und Verbindungen
  7. Blei und Verbindungen
  8. Zink und Verbindungen
  1. relevant für Luft und Wasser
  2. relevant für Wasser
  3. relevant für Luft
  1. relevant für Wasser
  2. relevant für Luft
  3. relevant für Luft und Wasser
  1. relevant für Wasser
  2. relevant für Luft
  Industrieschadstoffe  weiterführende Links
SchadstoffQuellen (Bem.)WirkungAbhilfe
AllergeneHausstaub, Baumaterialien Möbel, Bodenbeläge, Pflanzen, LatexKontaktekzem, allergisches Asthma, Neurodermitis, Schnupfen, Schleimhautreizung, AugenirritationenUrsache bekämpfen!
spezielle Stabsauger, Allergikerprodukte(!)
biogene SchadstoffeSchimmelpilz-Sporen, Hausstaubmilben (Exkremente), TierhaareKontaktekzem, allergisches Asthma, Neurodermitis, Schnupfen, SchleimhautreizungProdukte für Allergiker, keine Haustiere, spezielle Staubsauger
AsbestBrandschutzmaterial, Dichtungsmaterial, ältere PVC-Böden, NachtspeicheröfenAsbestose, Lungenrippenfellkrebs, BrustfellkrebsAsbest vom Fachmann (!) entfernen lassen
Biozide (wie PCP)Holzschutzmittel, Lacke, Teppiche, Schädlingsbekämpfungsmittel, Keimfrei-ReinigerKopfschmerzen, Übelkeit, Nervenschäden,Schadstoffe ausgasen, entfernen oder abdichten, Insektenschutzgitter statt „chemischer Keule“, sinnvoller Einsatz von Reinigern, Produkte mit Umweltzeichen nutzen
Formaldehyd Bem.
(EU-Richtlinie 76/769/EU)
Tabakrauch, Spanplatten, Holzwerkstoffe, Dispersionskleber, Lacke, DesinfektionsmittelReizung von Nase ( Bem.) und Augen, Hustenreiz, Unwohlsein, Atemprobleme, KopfschmerzenNichtraucherzonen(!), Produkthinweise beachten, Schadstoffquellen entfernen oder abdichten, LÜFTEN, Produkte mit Umweltzeichen nutzen
Gerüche Bem.Tabakrauch, Möbel-/ Fußbodenlacke, Naturstoffe(=Kiefernholz etc.), Abflussrohre, Duftlampen(!), undichte Gebäude, ÖleGeruchs-BELÄSTIGUNG ( Bem.), Befindlichkeitsstörung »»StressLüften, Ursache finden und sanieren, Umweltzeichen
VOC (flüchtige Kohlenwasserstoffe)Lösungsmittel, Farben, Lacke, Kleber, Möbel, AusgleichsmassenGeruchs-BELÄSTIGUNG ( Bem.), Atemwegsstörungen, Nervensystembelastung, Befindlichkeitsstörung (geminderte Lebensqualität)Lüften, lösungsmittelfreie Produkte, Quellen entferne/ abdichten, auf Umweltzeichen achten
Kohlenmonoxid (CO), Stickoxide (NOx)undichte Öfen, Kamine, Durchlauferhitzer ohne Abzug, gasherd, GaragenSehstörungen, Schwindel, Konzentrationsstörungen, Störung des nervensystems, Kopfschmerzen, letztlich TODGeräte regelmäßig prüfen lassen, alte Geräte erneuern, Entlüftung ins FREIE
Ozon (O3)Bürogeräte, UV-LampenReizung von Nase ( Bem.) und Augen, Atemfunktion beeinträchtigt, Störung im ImmunsystemKopiergeräte in (große!) EXTRA-Räume, Ozonfilter, ausreichender Luftaustausch (aktive Methode)
Perchlorethylen (PER) Bem.Kleidung aus der Chemisch-ReinigungReizung der Augen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Atemwegserkrankungen, Schädigung am Nervensystemperfreie Reinigungen, waschbare Kleidung, Textil-Kennzeichen beachten, nach Chemisch-Reinigung aushängen lassen!
PCB (polychlorierte Biphenyle)Fugen, Dichtungsmassen, alte Wandfarben, Kleinkondensatoren von LS-RöhrenLeibesfruchtschädigend, Immunsystem wird beeinträchtigt, Krebsverdachtvom Fachmann (!) entfernen lassen
Polyzyklische Aromaten (PAK)alte Parkettkleber, Feuchteabdichungen, KarbolineumKrebs, Geruchs-BELÄSTIGUNGentfernen, abdichten(?), auf Umweltzeichen achten
Radon (radioaktiv!)Gebäudeuntergrund (in betroffenen!! Regionen !!), Erdreich, Baustoffe aus radonhaltigen RegionenLungenkrebsabdichten, belüften, Baustoffe prüfen
Schimmelpilzsporen, BakterienLuftbefeuchter, Schimmelbildung an Bauteilen, KlimaanlagenAllergien, Reizungen, Infektionen (Legionärskrankheit), Giftwirkung der Mykotoxine, Geruchs-BELÄSTIGUNGUrsachen nachhaltend beseitigen, Bauschäden sanieren, Luftfeuchte senken, LÜFTEN
TabakrauchZigaretten, Zigarren, PfeifeHerz-, Kreislauf-, Atemwegserkrankungen, Lungenkrebs, AsthmaRauchen in Innenräumen einstellen, Nichtraucherzonen nutzen,

nix gegen ein Pfeifchen im Wald!

Umweltbüro am Weißen See  nach oben  IDWErläuterungen zu Wirkung und Emmissiosnquellen)Heise.de 01.05.2004 11:00   (ohne Wertung der Schädlichkeit/ Belästigung)