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Archiv der JahresChronik:
bis 2002 2003
2004/ 1.Hj.
2004/ 2.Hj.
2005
2006
Frage des Assistenten zur Einstoffanalyse (irgendwelche Zimtderivate):
„Das Analysenergebnis ist falsch. Riechen Sie denn nicht was es für ein Stoff ist?“
— Nun, mein Erinnerungsvermögen für Gerüche wird wohl etwas gestört gewesen sein.
Dafür ließ sich die Zwei-Stoff-Analyse (flüssig) bereits durch fraktionierte Destillation trennen: einmal die -COOH am Benzolring (aromatisch) und einmal als -CH2-COOH in der Seitenkette.
In dem zweiten Falle war dann wiederum der Assistent etwas >pikiert< �berrascht.
Meine sehr gesch�tzten Damen und Herren!
Sicher hat jeder von Ihnen schon mal eine Pr�fung hinter sich gebracht. So kennen Sie wohl auch das Gef�hl, wenn man am Pr�fungstage nach Canossa geht. Am Vortag noch bis tief in die Nacht hineingelernt, wei� man am n�chsten Alles und von dem NICHTS. Die tollsten Beziehungen und Definitionen gehen einem durch den Kopf, aber leider meist in unm�glichen Zusammenh�ngen.
Erlauben Sie mir also bitte, da� ich von meinem Wege zur pr�fung im Fach Gesellschaftswissenschaften erz�hle.
Also … ich schritt am besagten Tag durch die Totalit�t der Welt, als pl�tzlich meiner h�chstorganiserten Materie einfiel, da� ich noch keine Produkte der Naturalwirtschaft konsumiert hatte. Diese Negation war nicht zu negieren, sie war objektive realit�t. So wandte ich mich einem Geb�ude zu, wo vom B�ckerhandwerk Produkte dezentralisiert wurden, unbeeinflusst davon, da� auch ein Schuster Br�tchen backen k�nnte. Ich trat ein. Die verkaufende Ware Arbeitskraft hatte eine wunderbare organische Zusammensetzung. Nach einer kurzen Existenzform der Materie, ‚tschuldigung … nach kurzer Zeit war soviel Masse in Energie verwandelt, da� ich Mut zu Wrten fand. Auf die Br�tchen zeigend fragte ich nach deren Wert in der �quivalenzform des Geldes.
Der Verk�uferin blieb die Kausalit�t verschlossen, aber nach kurzem Disput reichte sie mir das Produkt und verlangte 5 Pfg. an Geld in seiner �quivalenzform Form als Zirkulationsmittel. Da mu�te ich an die zyklische Krise meines variablen Kapitals denken. Die kurze Depression die mich befiel, wurde durch die Relation zwischen meiner Konsumtions- und meiner h�chstentwickelten Materie beseitigt.
Bei der Erw�hnung des Monismus meiner Pfennige und der Unm�glichkeit der Konzentration von Kapital in meinen H�nden, verstand sie nichts. Als ich aber von den st�ndig wachsenden kulturellen Bed�rfnissen, �ber Koexistenz von Wechselbeziehungen zu sprecghen kam, err�tete sie leicht . Durch den Anblick des Br�tchens inspiriert hatte ich die Intuition ihr eine Einladung zum Wochenende als �quivalent zur Relativform des Br�tchens anzubieten. Sie ging darauf ein, sagte aber, da� diese Ausnahme ein Absolutum sei und ich sollte nicht dar�ber sprechen, sonst k�nnte man an ein Dumping glauben und ihr Existenzialismus w�re bedroht. Ich stimmte ihr zu, denn ich wollte sie nicht in die absolute Verelendung treiben.
Wieder auf der Stra�e stehend f�hlte ich mich operativ selbst�ndig, so verschlang ich eigenverantwortlich das Br�tchen, dessen Produktion mir die Reproduktion der negation der Negation in meinem Mageninneren, also die Kr�ftigung f�r die Pr�fung erlaubte. Nach dieser fast urspr�nglichen Akkumuilation f�hlte ich mich idealistisch und materialistisch gehoben und war �berzeugt in der Pr�fung nicht im Amortisationsfonds zu erscheinen.
Persönliche Remineszenszen zu den Ereignissen des Jahres 1966 – the events of 1966
Chemiestudium: 01.09.1964 – 29.08.1969
Organische Chemie – 3. Studienjahr
Dresdner Chemikerball 1966
5. Semester: organisch-analytisch — 6. Semester: organisch-präparativ
Vortrag im großen SAAL der MENSA (wochentags Dozenten-Speisesaal) – TU Dresden
Analyse: Ermitteln der Stoffdichte (oder ?)
Mein Weg zur Pr�fung im Fach Gesellschaftswissenschaften
Dresden, 25.11.1966
| Acetophenon: 1,024 | Dioxan: 1,033 |
| Adipinsäurediäthylester: 1,009 | Essigsäureanhydrid: 1,082 |
| Anilin: 1,022 | Fluorbenzol: 1,024 |
| Anisol: 1,0124 | Glutarsäureäthylester: 1,027 |
| Benzoesäureäthylester: 1,047 | Malonsäurediäthylester: 1,055 |
| Benzoesäureamylester: 1,010 | Oxalsäurediäthylester: 1,078 |
| Benzoesäuremethylester: 1,10* | |
| Benzonitril: 1,005 | |
| Benzylalkohol: 1,043 | |
| o-Chlortoluol: 1,082 |